Neue Tacho-Regeln für Transporter - Ausnahmen fürs Handwerk geplant

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Neue Tacho-Regeln für Transporter - Ausnahmen fürs Handwerk geplant

Das Europäische Parlament hat die Neuregelung der Tachografenpflicht verabschiedet.

Für mehr Sicherheit im internationalen Güterverkehr sollen künftig auch Fahrzeuge zwischen 2,4 und 3,5 Tonnen ihre Lenk- und Ruhezeiten mit einem digitalen Tachografen aufzeichnen. „Es ist wichtig, unlautere Praktiken zu unterbinden, die die Straßen gefährlicher machen", sagte Markus Ferber, verkehrspolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. Als „großen Erfolg" bezeichnete er die geplanten Ausnahmeregeln für Handwerker.

Der neue Kompromiss sieht vor, dass die Tachografenpflicht bei innerdeutschen Fahrten nur für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen gilt. Bei Grenzübertritt gilt die Tachografenpflicht hingegen ab 2,4 Tonnen.

Zudem wurde die sogenannte Handwerkerausnahme ausgeweitet.
Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen sind von der Aufzeichnungspflicht befreit, wenn sie im Umkreis von 150 Kilometern vom Unternehmenssitz unterwegs sind.
Bisher liegt der Radius bei 100 Kilometern. Auch Kleintransporter unter 3,5 Tonnen müssen ihre Fahrten bei Aufträgen innerhalb Deutschlands nicht digital aufzeichnen, ebenso wie Fahrzeuge des Baugewerbes bis 44 Tonnen, die sich in einem Radius von 100 Kilometern um den Betriebsstandort bewegen. Nun muss noch der Europäische Rat zustimmen.

„Mit ihrer Entscheidung, das Handwerk durch eine Eingrenzung auf grenzüberschreitenden Warentransport und eine Ausnahme für den Werkverkehr weitestgehend von der ,Ausweitung der Tachografenpflicht auszunehrnen, haben die Europaabgeordneten Realitätssinn bewiesen“, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke.
(Quelle: DHZ Ausgabe 7, 12. April 2019)


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